Auch in der zweiten Jahreshälfte wird die Reihe der Filmvorführungen Göttinger Klassiker fortgesetzt. Am 14. September um 11 Uhr steht der Film »Banditen der Autobahn« auf dem Plan.
Tickets hierfür sind bereits auf der Homepage des Méliès erhältlich.
Nach der Vorstellung wird es auch wieder ein Filmgespräch mit Sven Schreivogel geben.
Infos zum Film:
Banditen der Autobahn
Laufzeit: 101 Min. (24 b/sec), s/w
Produktion: Arion-Film GmbH (Hamburg)
Produzenten: Géza von Cziffra, Otto Meissner
Regie: Géza von Cziffra
Drehbuch: Robert T. Thoeren, Géza von Cziffra, Wolfgang Neuss
Kamera: Günter Haase, Albert Benitz
Schnitt: Alice Ludwig-Rasch
Ton: Heinz Martin
Musik: Michael Jary
Bauten: Albrecht Becker, Ernst Klose, Hans Stetz (Assistenz)
Drehzeit: 23.05.-13.07.1955
Außenaufnahmen: Autobahn Köln – Bonn – Rodenkirchen, Landstraßen in Nordrhein-Westfalen (u. a. bei Lüdenscheid), Göttingen (Nikolaikirchhof)
Atelier: Göttingen
Uraufführung: 01.09.1955 in Köln
Darsteller: Eva-Ingeborg Scholz, Hans-Christian Blech, Paul Hörbiger, Karl Ludwig Diehl, Charles Regnier, Wolfgang Wahl
Inhalt
Kein Autofahrer auf deutschen Autobahnen ist mehr sicher. Eine gut organisierte Bande terrorisiert im Wirtschaftswunderland jeden, der eine gute Beute zu sein scheint. Die Polizei tappt im Dunkeln. Die Gangster haben Köpfchen und sind dazu skrupellos und brutal. Erst als ein Polizist bei einer Straßenkontrolle einen Unschuldigen erschießt und ein Bandenmitglied aussteigen will, ändert sich die Situation. Der Boss der Bande will den gefährlichen Mitwisser ausschalten … [Quelle: Pidax Film- und Hörspielverlag]
Wissenswertes
Revuefilm-Regisseur Geza von Cziffra wagte sich zusammen mit dem Hollywood-erfahrenen Robert Thoeren und Wolfgang Neuss an einen Kriminalreißer um ein aktuelles Thema: polizeilicher Schusswaffengebrauch beim Durchbrechen einer Straßensperre. Der Film sollte auch eine Milieustudie auf den Spuren des US-Klassikers »Die Faust im Nacken« werden und dem bundesdeutschen Film einen neuen Realismus geben. Den Produzenten gelang es tatsächlich, die Kölner Polizei zur Unterstützung ihres Vorhabens zu überzeugen. Und so schaut alles sehr realistisch aus: Polizeisperren und Uniformierte mit Leuchtausrüstung, Streifenwagen im Einsatz, Rasthäuser im Dunkel der Nacht und ängstlich dreinblickende Autofahrer. Die Dreharbeiten fanden auch auf abgesperrten Autobahnstücken statt. Heraus kam eine deutsche Kriminalstudie, die auch heute noch fasziniert. Ein Gangster-Zauber (»Der Spiegel«) und eine erstklassige filmische Reportage aus der noch jungen Bundesrepublik, 1955 im Verleih der US-amerikanischen Columbia. [Quelle: Pidax Film- und Hörspielverlag]
Link zu Hintergrund-Informationen [»Der Spiegel« (Ausgabe 29/1955)]:
In den 1950er-Jahren war Göttingen ein bedeutendes Zentrum der deutschen Filmindustrie. Rund 100 Spielfilme entstanden im damals modernsten Studiokomplex der jungen Bundesrepublik: Komödien, Literaturverfilmungen und die »Göttinger Linie« mit ihren Antikriegsfilmen.


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